Bundesdelegiertenversammlung 2011

Vom 12. bis 14. September 2011 tagte die Bundesdelegierten-versammlung (BDV) des IGBI in den Liegenschaften der WTD 52 in Oberjettenberg. Die Delegierten des Verbandes waren aus allen Teilen Deutschlands angereist, um bei den anstehenden vielfältigen Themen zu beraten und zu beschließen.

Schwerpunkt der Veranstaltung war die Strukturreform der Bundeskoswehr und die zu erwartenden gravierenden Änderungen im Rüstungsbereich. Die Delegierten waren sich darüber einig, dass die Informationslage zurzeit sehr unbefriedigend ist. Erste konkrete Informationen werden Ende Oktober erwartet. Die Feinausplanung des neu zu gründenden Bundesamtes für Rüstung, Nutzung und IT wird nach den beim Bundesvorstand vorliegenden Informationen voraussichtlich Ende März 2012 abgeschlossen sein.

Erste Informationen zum angekündigten Begleitprogramm zur Bundeswehrreform liegen dem IGBI vor. Hiernach wird im BMVg eine temporäre Jobbörse eingerichtet, mit dem Ziel, Überhangpersonal in den internen und externen Arbeitsmarkt zu vermitteln. Auch wenn der Bundesvorstand davon ausgeht, dass der technische Dienst hiervon nicht mit Schwerpunkt betroffen ist, wird der IGBI das Vorhaben dennoch kritisch beobachten. In diesem Zusammenhang wurden auch die im Mai 2012 anstehenden Personalratswahlen diskutiert. Diese sollten nach Meinung der Delegierten, bis zur Gründung des o.a. Bundesamtes verschoben werden. Der IGBI wird diesbezüglich den BMVg kontaktieren.

Des Weiteren informierte der Bundesvorstand die Delegierten über die Identifizierung ortsnaher, berufsbegleitender Bachelor- und Masterstudiengänge und die diesbezüglichen Gespräche mit der Leitung der Fachhochschule in Koblenz. Einen breiten Raum nahm die nach wie vor unbefriedigende Situation des mittleren technischen Dienstes ein. Der IGBI hat hierzu eine eigene Arbeitsgruppe eingerichtet. Das Vorstandsmitglied Jens Obermeyer, präsentierte die Ergebnisse der AG und stellte die geplanten Aktivitäten vor.

Der Bundesvorsitzende Hans-Georg Scherhag informierte die Delegierten ausführlich über die vielfältigen im Berichtszeitraum durchgeführten Aktivitäten, die durch Infos, Zeitschriftenartikel und Veröffentlichungen auf unserer Homepage ausführlich publiziert wurden. Hervorzuheben sind hierbei die mit den Staatssekretären Kossendey und Dr. Otremba geführten Gespräche. Auch das Gespräch mit dem verteidigungspolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Herrn Rainer Arnold verdient es, an dieser Stelle noch einmal erwähnt zu werden.

Ziel des IGBI ist nach wie vor die bestehenden Nachteile des technischen Dienstes zu beseitigen und die Attraktivität des technischen Dienstes deutlich zu erhöhen. Insbesondere die Durchgängigkeit der technischen Laufbahnen steht hierbei im Fokus des IGBI. Alle Aktivitäten sind auf diese Zielsetzung ausgerichtet. Unsere diesbezüglichen Interessen artikulieren wir hauptsächlich über unseren Dachverband dem ZBI in Berlin, der uns in vorbildlicher Weise unterstützt.

Der Vertreter des IGBI beim ZBI, Ulrich Niepmann, berichtete über die im Geschäftsjahr durchgeführten Hauptvorstands- und Arbeitsgruppensitzungen, insbesondere über die Sitzungen des Arbeitskreises 4 „Ingenieure im öffentlichen Dienst“.

Weiterhin wurden im Rahmen der BDV die Rechenschafts- und Kassenberichte der Bereiche, die sehr positive Mitgliederentwicklung und die Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes behandelt.