Besuch bei der Leitung des BWB
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- Sonntag, 03. Juli 2011

Am 29. Juni 2011 besuchte eine Delegation des IGBI-Bundesvorstandes Herrn Präsident Stein und Herrn Vizepräsident Schütte im Bundesbehördenhaus in Koblenz.
Der IGBI wurde vertreten durch den 1. Bundesvorsitzenden Hans-Georg Scherhag, den 2. Bundesvorsitzenden Michael Brozek, sowie den Verbandssekretär und Kassenwart Stephan Kaiser.
Das Gespräch mit der Leitung des BWB wurde seitens des Bundesvorstandes gesucht, da es Klärungsbedarf zu folgenden Themen gab:
- Anwendung des Sonderzuschlags zur Personalgewinnung im technischen Dienst
- Zulassung zur höheren Laufbahn nach berufsbegleitendem Erwerb einer Hochschulausbildung
- Strukturreform der Bundeswehr, insbesondere die Auswirkungen auf den Rüstungsbereich
Die Sonderzuschläge zur Personalgewinnung sind auf Grund gesetzlicher und ministerieller Regelungen nicht an eine Fachrichtung, sondern an den Dienstposten gebunden. Eine attraktive nach außen darstellbare Zulage für die Beamtinnen und Beamten des technischen Dienstes – wie ehemals von Sts Dr. Wichert angeregt – ist damit nicht möglich. Die Leitung des BWB ist der Meinung, wie auch der Bundesvorstand des IGBI, dass die bestehende Regelung zur Gewinnung von Ingenieuren der identifizierten Mangelfachrichtungen ungeeignet ist. Vielmehr führt die Regelung bei den Nachwuchsbeamtinnen und -beamten zu Unverständnis und Irritationen. Die Leitung des BWB hat hierzu bereits entsprechende Korrekturen vorgeschlagen, die bisher jedoch keine Berücksichtigung fanden. Der IGBI wird die Vorschläge der Leitung aktiv unterstützen.
Zur Anerkennung der Laufbahnbefähigung nach Erwerb einer Hochschulausbildung sieht die Bundeslaufbahnverordnung folgende Möglichkeiten vor:
- Fachspezifischer Vorbereitungsdienst (Laufbahnausbildung)
- 2½-jährige hauptberufliche Tätigkeit auf einem Dienstposten der höheren Laufbahn
Bislang findet nur der Vorbereitungsdienst Anwendung. Die Vertreter des IGBI regten an, den Betroffenen beide Optionen zu eröffnen. Dies wird von der Leitung des BWB unter Verweis auf die verbesserte Laufbahnausbildung mit erhöhten Praxisanteilen und der verstärkten Ausrichtung auf die zukünftige Tätigkeit jedoch abgelehnt.
Breiten Raum nahm auch die derzeitige Strukturreform der Bundeswehr ein. Insbesondere die möglichen Auswirkungen auf den Rüstungsbereich – auch unter dem Aspekt eines künftigen Personalamtes und die sich daraus ergebenden Konsequenzen – wurden ausführlich diskutiert.
Verband des Technischen Dienstes der Bundeswehr e.V.